Unser Stellplatz ist Geschichte

Das Orkantief am 26. Dezember 1999 war die eigentliche Geburtsstunde unseres Stellplatzes. 

Das bis dahin als Stellplatz genutzte Häuschen, war von der Stadt als Weihnachtsbude für den Weihnachtsmarkt gedacht. In den Sommermonaten funktionierten wir Leichtathleten dies als Stellplatz für unser Wettkampf. Als das Sturmtief Lothar mit mehr als 250 km/Stunde am 2. Weihnachtstag über Deutschland hinwegbrauste machte er dem mobilen Bretterhäuschen den Garaus.  

Der Aufbau:

Im Rahmen der Projektprüfung haben vier Neuntklässler der Rupert-Mayer-Schule unser Stellplatzhäuschen erbaut. Mentoren dabei waren Gerd Brehm und Bernhard Magg. Es war eine sogenannte win-win-Situation. In einer 2 wöchigen Aktion konnten die Schüler viele handwerkliche Kniffe von Gerd erlernen und wir Leichtathleten hatten wieder ein sehr stabiles Häuschen als Stellplatz.

Für uns Leichtathleten hatte dieses unscheinbare Gebäude fast eine zentrale Bedeutung. Denn ohne es hätten  wir unsere Wettkämpfe nicht so wirkungsvoll durchführen können.

Der Abbau:

Am 21. Februar bekommt Bernard Magg von der Stadtverwaltung die Info, dass unser Stellplatzhäuschen bis spätestens 15. März abgebaut werden sollte. Ansonsten kann mit der Restaurierung der Steinstufen an der 100m Geraden nicht begonnen werden. Bei einer Verzögerung wäre die Austragung der Bahneröffnung gefährdet. 

Das war ein Ultimatum, das wir in unserem eigenen Interesse einhalten wollten.  Ein Ersatz ist scheinbar nicht vorgesehen. Aber was soll nun mit Haus passieren? Wer will es haben? Abbauen und wieder aufbauen ist ebenfalls nicht im Sinne der Stadt. Zudem das haus so Stabil gebaut wurde. das ein Zerlegen gar nicht in Frage kommt. Eine kleine Umfrage in der Abteilung ob jemand Interesse an Bau- oder Heizholz hat, brachte kein Ergebnis. Da die Fasnetsumtriebe im vollem Gange sind ist die Zeit für jeden denkbar knapp. Am Aschermittwoch fangen Bernhard Magg und Jürgen Rünzler damit das Haus abzubauen. Das Material soll zum Teil einer Weiterverwendung zugeführt werden. Der Rest wird ein Raub der Flammen. 

Der Arbeitseinsatz dauerte rund 25 Stunden und der Stellplatz ist Geschichte.

 

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